Falkenberg.
Voller Stolz und Dankbarkeit feierten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Falkenberg im herbstlich geschmückten Feuerwehrhaus die Segnung ihres neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20). Dazu konnte 1. Vorsitzender Franz Hinterholzner zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrwesen begrüßen. Gleich im Anschluss an die Begrüßung verwandelte sich das Feuerwehrhaus für kurze Zeit in ein Kino. In einer eindrucksvollen Fahrzeugpräsentation wurde der Weg zum neuen HLF 20 nachgezeichnet. Bilder erinnerten an den bisherigen Fuhrpark, den Grundsatzbeschluss zur Beschaffung, die Abholung des Fahrzeugs sowie dessen feierliche Ankunft in Falkenberg. Nach dem Rückblick wurde unter dem Applaus der Gäste das bislang verhüllte Fahrzeug enthüllt und erstmals offiziell der Öffentlichkeit präsentiert.
„An einem Tag wie diesem ist das Amt des Feuerwehrkommandanten ein absoluter Traumjob“, eröffnete Feuerwehrkommandant Markus Süß seine Ansprache. Er blickte auf den rund vierjährigen Weg von den ersten Planungen bis zur Indienststellung des HLF 20 zurück. Das moderne Fahrzeug stärkt die Feuerwehr insbesondere bei Bränden und technischen Hilfeleistungen und bietet zugleich einen hohen Schutz für die Einsatzkräfte. Nun war es an der Zeit, all jenen ein Danke zu sagen, die ihren Beitrag zur Beschaffung geleistet hatten. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde Falkenberg mit Erstem Bürgermeister Martin Ganghofer, Altbürgermeisterin Anna Nagl, den Gemeinderäten sowie stellvertretend für die Verwaltung Franz Bauer und Maxi Diem. Ebenso würdigte er die Unterstützung der Regierung von Niederbayern, die fachliche Begleitung durch die Kreisbrandinspektion sowie die gute Zusammenarbeit mit den Firmen Ziegler und Sturm. Ein besonderes Vergelt’s Gott richtete er an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, die mit zahlreichen ehrenamtlichen Stunden bei Planung, Besprechungen, Schulungen und der Fahrzeugausstattung maßgeblich zum Gelingen beigetragen hatten. Hervor hob er dabei seinen Stellvertreter Bachhuber und die gesamte Mannschaft für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Abschließend wünschte er, dass das Fahrzeug stets zuverlässig Hilfe bringe und die Mannschaft nach jedem Einsatz gesund nach Hause zurückkehre.
Als Höhepunkt der Feier segnete Pfarrer Thomas Richthammer das neue HLF 20. In seinen Worten stellte er dabei nicht nur das moderne Einsatzfahrzeug, sondern vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die damit ihren Dienst leisten. Das Fahrzeug sei ein wichtiges Werkzeug für die Hilfe in Notlagen, entscheidend seien jedoch die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner, die ihre Zeit und ihr Engagement in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Er bat um Gottes Segen für das neue HLF 20 und insbesondere für alle Einsatzkräfte, damit sie ihre Aufgaben sicher erfüllen und stets gesund zu ihren Familien zurückkehren können. Das Fahrzeug solle ein sichtbares Zeichen für Hilfsbereitschaft, Verantwortung und den starken Zusammenhalt in der Gemeinde sein.
„Für einen Feuerwehrkommandanten ist der heutige Tag ein Traumtag“, eröffnete Bürgermeister Martin Ganghofer seine Ansprache mit einem Schmunzeln. Als Bürgermeister betrachte er die Fahrzeugübergabe dagegen auch mit einem „weinenden Auge“, wenn er auf den Kontostand der Gemeinde blicke. Umso erfreulicher sei es jedoch, dass die Anschaffung sogar etwas günstiger ausgefallen sei als ursprünglich geplant. Er betonte, dass es der Gemeinde stets ein wichtiges Anliegen sei, die Feuerwehren bestmöglich auszustatten. Die Investition in moderne Einsatzfahrzeuge sei zugleich eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Einsatzkräfte. Er appellierte an die Feuerwehrleute, den Umgang mit dem neuen Fahrzeug intensiv zu üben. Als kleines Geschenk überreichte der Bürgermeister einen Schlüsselanhänger mit dem heiligen Christopherus und verband damit seine besten Wünsche für stets sichere Fahrten und erfolgreiche Einsätze.
Großes Lob fand Landrat Martin Koppmann für die eindrucksvolle Präsentation des neuen Fahrzeugs. „The Oscar goes to FFW Falkenberg“, erklärte er augenzwinkernd und stellte fest, eine derart gelungene Vorstellung habe er bislang noch nicht erlebt. Darüber hinaus verriet er eine persönliche Gemeinsamkeit mit Pfarrer Thomas Richthammer: Beide stammen aus der Oberpfälzer Stadt Nabburg. Mit Blick auf das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug betonte Koppmann dessen Bedeutung für die Sicherheit der Bevölkerung. Es sei weit mehr als moderne Technik auf vier Rädern. Vielmehr stehe es für die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, sei ein unverzichtbares Werkzeug für den Ernstfall und zugleich ein sichtbares Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger: Wenn Hilfe gebraucht werde, sei die Feuerwehr zur Stelle.
Mia Goller freute sich, an diesem besonderen Tag gleich in drei Funktionen anwesend zu sein: als Landtagsabgeordnete, als Mitglied des Falkenberger Gemeinderats und als aktive Feuerwehrfrau der Feuerwehr Diepoltskirchen. Als Abgeordnete wolle sie die Feuerwehren bei wichtigen Beschaffungen unterstützen. Gerade entlang der Bundesstraße B20 komme es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen, weshalb jede Investition in die Sicherheit gut angelegtes Geld sei. Als Gemeinderätin versicherte sie den Feuerwehrdienstleistenden: „Ihr werdet gesehen. Wir sind stolz auf euch.“ Durch ihre eigene aktive Tätigkeit bei der Feuerwehr kenne sie die Herausforderungen und Anforderungen des Einsatzdienstes aus erster Hand. Das neue Fahrzeug bedeute ein großes Plus an Sicherheit. Zugleich wünsche sie den Kameradinnen und Kameraden, dass sie nach jedem Einsatz wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren können. Dafür sprach sie ihnen ihren herzlichen Dank und ihre höchste Anerkennung aus.
Kreisbrandrat René Lippeck erinnerte an die ersten Gespräche im Juli 2022 mit der damaligen Bürgermeisterin Anna Nagl und Vertretern der Feuerwehr Falkenberg. Damals stand die Ersatzbeschaffung für das inzwischen in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aus dem Jahr 1995 im Mittelpunkt. Als er den Vorschlag machte, statt einer gleichwertigen Ersatzbeschaffung ein modernes HLF 20 anzuschaffen, sei es zunächst still geworden. Angesichts der besonderen Anforderungen entlang der B20 mit ihren immer wieder schweren Verkehrsunfällen habe sich jedoch schnell gezeigt, dass ein kleineres Fahrzeug den Anforderungen auf Dauer nicht gerecht werden könne. Er dankte deshalb allen Beteiligten für ihr Vertrauen, ihre Weitsicht und ihr Verständnis. Ein Menschenleben zu retten, so seine Überzeugung, lasse sich mit keinem Geld der Welt aufwiegen. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte er der Feuerwehr die Florianplakette. Deren Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ bringe seit Generationen den Auftrag und das Selbstverständnis der Feuerwehren treffend zum Ausdruck.
Bei einem gemeinsamen Essen ließen die Gäste sowie die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die Segnungsfeier anschließend in geselliger Runde ausklingen. Noch lange wurde gemeinsam gefeiert und auf das neue HLF 20 angestoßen. Es wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Gemeinde leisten.

Bildbeschreibung von links:
Bürgermeister Martin Ganghofer, Ehrenbürger Xaver Haas, MdL Mia Goller, Altbürgermeisterin und Ehrenbürgerin Anna Nagl, Landrat Martin Koppmann
hintere Reihe von links: Kreisbrandmeister Josef Holzhauser, Kreisbrandinspektor Theo Pichlmeier, Kreisbrandrat René Lippeck, Kommandant Markus Süß, 1. Vors. Franz Hinterholzner, Christian Biedermann, Polizei Eggenfelden, Pfarrer Thomas Richthammer
Weitere Ehrengäste:
Wolfgang Weber, Malgersdorf, Otto Fisch, Rimbach, Andrea Fürstberger, alle Falkenberger Gemeinderäte, Maxi Diem, Vertreter der HVO Falkenberg und des THW Eggenfelden, Robert Dorfner, Josef Obermeier, Reinhard Zürner und alle Feuerwehren des Brandbezirkes 3/3

Bericht und Bilder wurden uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Anneliese Bayer.
