Verein

Freiwillige Feuerwehr Falkenberg e. V.

Seit 1903 liefen in der Hofmark Falkenberg Bestrebungen, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Es wurde jedoch bei mehreren Versammlungen keine Einigkeit über eine Gründung erzielt.
Erst auf Betreiben des H.H. Pfarrer Wanninger und des königlich bayerischen Bezirksamtes in Eggenfelden wurde am 20. Mai 1909 die Freiwillige Feuerwehr Falkenberg ins Leben gerufen. In der Folge löste sich die bestehende Pflichtfeuerwehr auf.

37 Bürger aus Falkenberg und Umgebung fanden sich zur Gründungsversammlung im Gasthof Heuwieser ein.

Gelöscht wurde zum damaligen Zeitpunkt mit einer handbetriebenen Saug- und Druckspritze, welche von Pferden zum Brandplatz gezogen werden musste. Im Jahr 1928 schaffte die Gemeinde die erste Motorspritze an, die heute noch funktionsfähig ist.

1930 wurde nach vereinsinternen Auseinandersetzungen die FFW aufgelöst und nach Mitternacht sofort wieder neu gegründet. Die neue Wehr wurde von Josef Heuwieser als Vorstand und Alois Weislmeier als Kommandant geleitet.
Die 1928 beschaffte Motorspritze hatte Vollgummiräder und wurde ebenfalls von Pferden gezogen, bis nach dem 2. Weltkrieg ein 8-Sitzer Wehrmachtsfahrzeug der Marke "Wanderer" angekauft werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt war die Spritze auf einer Lafette mit Luftbereifung montiert.
Das Wehrmachtsfahrzeug wude 1960 durch ein Fahrzeug des Bundesgrenzschutzes, Marke "Borgward" abgelöst. Die Spritze musste aber auch an diesem Fahrzeug noch angehängt werden. 1963 bekam die FFW einen Bachert-Anhänger mit einer TS8, Magirus.
Unter Bürgermeister Franz Paintmaier, Vorstand Kurt Schmitt und Kommandant Friedrich Schweikl wurde 1965 ein neues Feuerwehrgerätehaus erstellt, um die immer umfangreichere technische Ausstattung in einem Raum unterbringen zu können.
1974 kaufte die Gemeinde ein Vorführfahrzeug LF8 schwer, Magirus, welches am 16. November 1975 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Dieses Fahrzeug enthält neben der üblichen Ausrüstung auch den schweren Atemschutz, eine Schaumausrüstung, sowie Funk. Der Fuhrpark wurde 1983 durch ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug der FFW Reischach ergänzt.

Das Jahr 1984 stand dann ganz im Zeichen des 75-jährigen Gründungsfestes, das am 14. und 15. Juli gefeiert wurde.

1994 wird die technische Ausrüstung mit einer neuen Tragkraftspritze TS8 und zwei weiteren Atemschutzgeräten ergänzt. Außerdem tritt in diesem Jahr das erste weibliche Mitglied in den aktiven Feuerwehrdienst ein.

Eine Tradition, wonach der 1. Kommandant gleichzeitig auch der 2. Vorstand des Vereins ist, wird im Jahr 1996 gebrochen. Wegen einer Vielzahl zusätzlicher Aufgaben für den 1. Kommandanten, sah sich Erich Bachhuber nicht mehr in der Lage, auch noch dieses Amt auszufüllen. Die Mitgliederversammlung im Februar 1996 wählte Ernst Diem zum 2. Vorstand.
Der Florianitag 1996 war für die Feuerwehr Falkenberg ein ganz besonderer. Höhepunkt ist die Segnung des neuen Tanklöschfahrzeuges (heute noch im Dienst) und der Tragkraftspritze durch H.H. Pfarrer Petzendorfer. Das neue TLF 16/25 ersetzt das 1983 gebraucht von der FFW Reischach gekaufte Fahrzeug, das zusammen mit der alten TS8 nach Krefeld verkauft wurde.

Im März 1998 wird das neue Mehrzweckfahrzeug, Daimler Benz 312 TD, (heute noch im Dienst) geliefert. Die Kosten dafür trägt die Feuerwehr.
Anfang 1998 kommt der Rettungsspreitzer erstmals auf Vorstandsebene ins Gespräch und damit die Anschaffung eines neuen LF8.

Das Jahr 2002 bringt nicht nur den Euro, sondern auch den Generationenwechsel an der Führungsspitze der Feuerwehr. Dem 1. Vorstand Willi Huber, der das Amt 1979 von seinem Vorgänger Kurt Schmitt übernommen hatte, folgt Robert Dorfner nach. Dem 1. Kommandanten

Erich Bachhuber, der vor 28 Jahren Nachfolger von Friedrich Schweikl wurde, folgt Josef Holzhauser nach. Wegen ihres verdienstvollen Wirkens für die Feuerwehr werden Willi Huber zum Ehrenvorstand und Erich Bachhuber zum Ehrenkommandanten berufen.

Seit 15. Februar 2002 wird die FFW Falkenberg geführt vom 1. Vorstand Robert Dorfner und seinem Stellvertreter Josef Obermeier.

Die neue Vorstandschaft  stellte im April 2002 einen Antrag für ein LF 16/12 an die Gemeinde, dieser wurde von der Regierung abgelehnt. Das ersatzweise angebotene Fahrzeug LF 10/6 wird wegen mangelnder Zulademöglichkeiten als nicht für die vorgesehenen Zwecke geeignet angesehen. Allen Widerständen zum Trotz, beschließt die Gemeinde Ende Juli 2004 den Kauf eines LF 16/12 (heute noch im Einsatz). Der Betrag, den die Gemeinde zu Tragen hat, ist, einschließlich des Zuschusses, auf 185.000 Euro gedeckelt. Den noch erheblichen Rest von 80.000 Euro trägt die Feuerwehr. Davon wiederum spendet die Fa. Haas 20.000 Euro. Das neue Fahrzeug ist mit einem Rettungssatz ausgestattet. Die Fahrzeugsegnung fand am 11. Juni 2005 im Rahmes eines 3-tägigen Hallenfestes mit Zeltdisco statt.

Im Jubiläumsjahr und auch sechs Jahre danach sieht sich die Freiwillige Feuerwehr Falkenberg gebäudlich, technisch und personell gut gerüstet für die Aufgaben des 2. Jahrhundert ihres Bestehens.

Bei den Neuwahlen im Frühjahr 2014 gab es an der Spitze der Wehr einige Neubesetzungen. Unser bisheriger 1. Kommandant und Kreisbrandmeister Josef Holzhauser stellte sich nach 24 Jahren, davon je 12 Jahre als zweiter und 12 Jahres als erster Kommandant nicht mehr zur Verfügung.
Neuer 1. Kommandant ist nun Markus Süß, bisher schon als Löschmeister und Atemschutzwart in der Führungsspitze der Wehr vertreten. Zum 2. Kommandanten wurde Reinhard Zürner gewählt. Nach 23 Jahren als Vereinskassier dankte Josef Reichender ab.

Feuerwehr ist mehr, als nur dabei zu sein!